ETTEN SCHULZ
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Die Konfektionsformen


 

MODERNE BETTEN WERDEN GESTEPPT

Kunde: Gibt es wirklich so viele Konfektionsformen, wie man auf den ersten Blick meint?

Bettenfachmann: Nein. Grundsätzlich gibt es nur drei: Das Steppbett 24 Stege, die Dauneneinziehdecke und die Kassettendecke mit Innenstegen. Denn Omas Plumeau können wir ja heute vergessen. Das war nur eine einzige große Hülle, in der die Füllung ungebremst hin und her rutschte.

Kunde: Bei modernen Betten bleibt die Füllung durch Steppung dort, wo man sie braucht?

Bettenfachmann: Ja, mehr oder weniger. Aber das ist nicht der einzige Vorteil.


DAS STEPPBETT 24 STEGE

Bettenfachmann: Bei Steppbetten 24 Stege sind innen schmale Bänder eingenäht, abwechselnd in Quer- und Längsrichtung. Das bremst die Bewegungsmöglichkeit der Federn und ergibt die flache Form, die sich gleichmäßig an den Körper anschmiegt.

Kunde: Und wenn diese Betten das Zeichen "Karo Step" tragen?

Bettenfachmann: Die Betten sind genauso verarbeitet. Das Zeichen ist nur der Hinweis, daß es sich bei Inlett oder Einschütte um deutsche Gewebe handelt.

Kunde: Aber die Füllung rutscht bei dieser Konfektionsform eben immer noch ein bißchen.

Bettenfachmann: Ja, das ist bei anderen Stepparten besser gelöst.


DIE DAUNENEINZIEHDECKE

Bettenfachmann: Hier wird Stoff auf Stoff abgesteppt. So ist das Füllgut fest fixiert.

Kunde: Die Dauneneinziehdecke gibt's aber nicht nur in gesteppten Quadraten?

Bettenfachmann: Nein, es gibt auch andere Formen, z.B. Rauten- oder kreisgesteppte Decken. Grundsätzlich gilt aber, es ist eine Decke, die vor allem für die warme Jahreszeit geeignet ist.

Kunde: Und warum?

Bettenfachmann: Weil an den durchgesteppten Nähten die Luft nicht zirkulieren kann. Dadurch entstehen Kältezonen.

Kunde: Aber wenn mir jemand sagt, daß er nicht soviel Wärme braucht oder in gut geheizten Räumen schläft?

Bettenfachmann: Dann kann er eine Dauneneinziehdecke das ganze Jahr benützen.


DIE KASSETTENDECKE MIT INNENSTEGEN

Bettenfachmann: Im Trend zu immer mehr Schlafkomfort wurde die Kassettendecke entwickelt. Ihre eingenähten Innenstege lösen zweierlei Anforderungen.

  • Erstens: Die Fixierung der Füllung ist optimal.
  • Zweitens: Es gibt keine Kältezonen, weil durch die Stege die Stoffplatten voneinander getrennt sind und die Luft zirkulieren kann.

Kunde: Die Stege haben unterschiedliche Höhen. Warum?

Bettenfachmann: Ganz einfach, je höher der Steg, umso mehr Füllung paßt in die Decke und umso wärmer hält sie.

Kunde: Auch die Anzahl der Karos ist unterschiedlich. Hat das einen Grund?

Bettenfachmann: Ja! Je mehr Karos, desto anschmiegsamer ist die Decke. Gebräuchlich sind bei uns Decken mit 3 x 4 und 4 x 6 Karos. Alles in allem kann man sagen: Kassettendecken sind genau richtig für Kunden mit hohen Ansprüchen.


DIE VIERJAHRESZEITEN-DECKE

Kunde: Das sind die Duo-Decken, nicht wahr?

Bettenfachmann: Kein Wunder. Damit hat man fürs ganze Jahr ein ideales Bett. Eine leichte Dauneneinziehdecke für warme Sommernächte und eine wärmere Kassettendecke für die Übergangszeit im Frühling und im Herbst. Beide Decken werden durch Druckknöpfe verbunden und sind so ein molliges Winterbett.


DIE HÜLLEN FÜR DIE FÜLLUNG

Kunde: Sprechen wir jetzt vom Inlett?

Bettenfachmann: Ja, der Volksmund sagt generell Inlett. Der Fachmann unterscheidet nach Webarten und Qualitäten und spricht von Inlett, Einschütte und Satin, Seide oder Batist. Alles ist natürlich daunendicht.

Kunde: Und wo sind die Unterschiede?

Bettenfachmann: Die besonders feinfädige Einschütte nimmt man für edles Füllgut, also für Daunen oder fedrige Daunen. Batist, Satin und Seide sind die eleganten Umhüllungen. Inlett ist am preiswertesten.

Kunde: Vielen Dank für das Gespräch.

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